Bye, bye CMS Monolith – Teil 2

chancen digitalisierung

Bye, bye CMS Monolith – Teil 2

Wohin soll die Reise gehen?

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Wie in Teil 1 unserer Reihe beschrieben, ist die Zielsetzung unserer MVP-Entwicklung für eine neue CMS-Architektur, die Arbeit für den Redakteur wesentlich zu vereinfachen und einen Technologie Stack zu definieren, der skalierbar, kostengünstig in der Cloud betrieben wird.

MVP im Fokus

Für den MVP haben wir daher zunächst folgende Zielsetzungen definiert:

  • Definition eines einfachen Content-Models für die Pflege von Inhaltsseiten und Produkten
  • Automatisierte Auslieferung der definieren Inhalte über ein Frontend-Framework als responsive Webseiten
  • Generierung von statischen HTML-Dokumenten und Bereitstellung über eine Cloud-Infrastruktur oder ein CDN
  • Schaffung der Grundlage für die automatisierte Verarbeitung und Veredelung von Inhalten (z.B. Übersetzung, semantische Textgenerierung)

Kopflos, aber nicht planlos

Die technische Basis für unseren MVP bildet das headless Content Management Framework Contentful. Dieses verfolgt einen API-first Ansatz und liefert daher „nur“ die Funktionalität zur Datenhaltung und Verwaltung. Die Auslieferung und Darstellung der Inhalte übernehmen entsprechende Drittsysteme – ob Apps, Webseiten oder E-Commerce-Lösung.

Mit Contentful lassen sich sehr schnell und ohne Programmieraufwand Content-Modelle anlegen. Diese setzen sich aus verschiedenen Elementen und Eingabekomponenten zusammen. Unser Inhaltstyp „Content Page“ beispielsweise umfasst für unseren MVP folgende Felder:

  • Title: Die Überschrift und interne Kennzeichnung des Artikels
  • SEO-Title: Eine kürzere, für Suchmaschinen optimierte, Fassung des Titels
  • Intro-Text: Der Einleitungstext
  • SEO-Description: Eine Variante für die Meta-Description
  • SEO-URL: Der Wert, welcher als URL für die Seite genutzt werden soll
  • Publish Date: Datum der Veröffentlichung
  • Content: Der eigentliche Inhalt, welches über einen WYSIWYG-Editor formatiert werden kann
  • Image: Ein oder mehrere Bilder
  • Products: Verknüpfte Produkte, sprich Referenzen zu Content-Objekten des Typs „Product“
  • Keywords: Suchbegriffe oder Schlagworte für eine spätere Verlinkung weiterer Inhalte

Der gesamte Content kann in zwei Sprachen angelegt und verwaltet werden. Das Aufsetzen des entsprechenden Datenmodells dauert mit Contentful keine zehn Minuten. Pro Eingabekomponente können Regel (z.B. mind. X Zeichen, nur Zahlen) definiert werden. Ebenfalls können die Content-Modelle später ergänzt oder angepasst werden.

Plugins für weitere Cloud-Tools

Als Content-Management-Plattform in der Cloud bietet Contentful zahlreiche Standard-Integrationen zur Anbindung weiterer Systeme und Datenquellen. Im Rahmen unseres MVP haben wir testweise das Bild- und Medien-Management Bynder integriert. Nach Einrichtung des entsprechenden Plugins, erlaubt Contentful die Referenzierung von Bild- und Medien-Objekten aus dem Bynder Repository. Die entsprechende Verlinkung und Referenzierung erfolgt auf Basis absoluter Pfade: Daher werden nur die Meta-Daten mit dem Content Objekt verknüpft, das eigentliche Medium bleibt im Quellsystem vorhanden.

Einfache Content Eingabe von überall

Die Erfassung der Inhalte durch die Redakteure ist mit Contentful einfach per Browser möglich. Anders als bei gängigen Content-Management-Systemen werden die Inhalte allerdings nicht in Form von Seiten und Absätzen zusammengestellt, sondern als Objekte angelegt. Um die Verortung in der Navigation und Ausspielung als entsprechende Webseite, kümmern wir uns im nächsten Schritt.

Im Teil 3 beschäftigen wir uns mit der Entwicklung des Frontends und der Auslieferung der Inhalte.