Bye, bye CMS Monolith – Teil 1

Bye, bye CMS Monolith – Teil 1

Auf dem Weg zu einer skalierbaren CMS-Architektur

Wenn man sich die Tätigkeiten und Aufgaben eines Content Managers, Online Redakteurs oder Online Marketing Managers anschaut, dann stellt man schnell fest: Das Schreiben und Veröffentlichen von Inhalten ist in der Regel nur ein geringer Teil der täglichen Arbeit. Die Pflege im CMS, die Steuerung von Übersetzungen, die Definition und Qualitätssicherung der Darstellung für verschiedene Ausgabekanäle, Freigabeprozesse und die Abstimmung technischer Probleme verschlingen viel Zeit. Wir haben uns gefragt: Muss das sein?

Wann haben Online Redakteure noch Zeit zum Schreiben?

In den letzten Jahren haben sich Content-Management-Systeme zu – positiv gesagt – immer mächtigeren Werkzeugen entwickelt. Schnittstellen, Plug-Ins, Erweiterungen, Anbindung an Drittsysteme, Template-Baukästen usw. sorgen dafür, dass ein durchschnittlicher Redakteur mittlerweile mehr Aufgaben im Bereich der CMS-Administration hat, als so mancher IT-Mitarbeiter. Hinzu kommt die gesteigerte Komplexität in Punkto Ausgabekanäle und Darstellungsformen: Responsive Webseiten, mobile App, Newsletter und nicht zuletzt Print-Kataloge werden über ein CMS ausgespielt. Für jeden Kanal sind Templates zu entwickeln und entsprechend zu steuern. Multipliziert man die Anzahl der Kanäle mit der Anzahl der Sprachen, so entstehen schnell extrem komplexe Szenarien, die kaum mehr zu steuern sind.

Auf der anderen Seite haben sich Cloud-Lösungen und Software-as-a-Service (SaaS) Systeme etabliert und bieten den Anwendern verschiedene Vorteile:

  • Weniger Aufwände in der Administration durch einen Betrieb in der Cloud
  • Hohe IT-Sicherheit, globale Verfügbarkeit und integrierte Backup-Konzepte
  • Standardisierte Schnittstellen und Out-of-the-Box Integrationen zu anderen Cloud-Lösungen
  • Stetige Updates und Erweiterung des Funktionsumfangs ohne Down-Time oder komplexe Migrationsprojekte
  • Meist sind die Lösungen auf der grünen Wiese – auf Basis moderner Software-Architekturen – entwickelt und schleppen deshalb keine Altlasten mit sich herum
  • Einfache, browserbasierte Bedienung nach gängigen UX-Standards – häufig auch per mobilem Zugriff

Es wird Zeit für die Cloud

Im Markt der CMS-Lösungen waren Kunden allerdings lange Zeit kritisch gegenüber Cloud-Lösungen, wollte man doch die IT-Hoheit über die Verwaltung seiner Inhalte und Daten nicht aus der Hand geben. Doch seit der Etablierung von Cloud-Produkten wir Microsoft Office365 oder Google’s G-Suite sind auch IT-Abteilungen bereit, ihre CMS-Lösungen in der Cloud zu betreiben.

Wir haben uns auf den Weg gemacht einen neuen Technologie Stack für effizientes Content Management zusammenzustellen. Basierend auf skalierbaren Cloud-Lösungen, einem hohen Grad an Automatisierung in Punkto Content-Pflege und Publikation sowie auf Basis einer vollständig cloud-basierten IT-Infrastruktur (Deployment, Hosting, CDN). Im Rahmen dieser Blog-Serie wollen wir euch auf dem Laufenden halten und einen Einblick in unser MVP-Projekt geben.

In Teil 2 geben wir Dir einen Überblick über den geplanten Funktionsumfang und die Technologie für unseren MVP.