2 Tipps, damit Top-Down-Botschaften im Intranet gelesen werden

22. Januar 2018
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Welche Kommunikationskanäle sind geeignet, um Mitarbeiter wirklich zu erreichen und ihr Identifikationsgefühl mit der Firma zu verstärken? Wie können Führungskräfte und Manager Inhalte im Intranet spannend gestalten und Mitarbeiter langfristig involvieren? 

Leitungskräfte sind durch neue Spielregeln in der internen Kommunikation gefordert: Wer seine Mitarbeiter heutzutage erreichen möchte, muss das persönlich tun und sollte sich nicht vertreten lassen. Fehlende Authentizität kann schnell zu Akzeptanzverlust bei den Mitarbeitern führen. Top-Down Botschaften, die zum Beispiel via E-Mail versendet werden, bieten keine Möglichkeit für direkten Austausch und Interaktion und verstärken in der Regel die Distanz zwischen Führungskräften und Mitarbeitern. Wohl kaum jemand mehr möchte wichtige Unternehmens-News über solche standardisierte Massen-Mails erhalten. Und wenn Mitarbeiter erst einmal gelangweilt oder genervt sind von der Art der Kommunikation, dann besteht auch das Risiko, dass sie sich nicht ausreichend informieren. Vertrauen und Zugehörigkeitsgefühl sinken bei schlechtem Informationsfluss sehr schnell.

Der Manager-Blog als Bindeglied

Ein Social Intranet als Kommunikationsmedium stellt in vielen Firmen längst keine Ausnahme mehr dar. Schwierig gestaltet sich aber häufig noch die direkte Kommunikation zwischen Führungskräften und Mitarbeitern. Die Strukturen eines Social Intranets bieten jedoch eine gute Grundlage, um Top-Down Kommunikation persönlicher und interaktiver zu gestalten. Um für mehr Austausch zu sorgen und Mitarbeiter in Entscheidungsprozesse zu integrieren, eignet sich ein Manager-Blog als Bestandteil des Intranets sehr gut. Hier können Führungskräfte selbst schreiben und ihre strategische Linie darstellen und erläutern. Denkbar sind auch Inhalte wie Zwischenberichte, Gedanken oder die eigene Meinung zu bestimmten Themen. Diese selbst verfassten Inhalte lassen Manager für Mitarbeiter „sichtbar“ werden. In einem Rhythmus von beispielsweise ein bis zwei Wochen können Leitungskräfte außerdem Einblicke in aktuelle Entwicklungen und Lösungen geben.

Video-Botschaften

Wer noch einen Schritt weitergehen möchte, kann sich über einen Video-Blog an seine Mitarbeiter wenden. Kurze Statements zu aktuellen Themen oder auch Kommentare zu Ereignissen und Entwicklungen in der Firma sind hier denkbar. Ähnlich wie beim Manager-Blog eignet sich ein Video-Blog grundsätzlich aber für alle firmenrelevanten Themen. Der Fokus liegt hierbei nicht unbedingt auf der Professionalität der Video-Beiträge, sondern eher auf der persönlichen Note dieser Video-Botschaften. Videos für das Intranet können gut und einfach auch über das Smartphone aufgenommen und geteilt werden. So entsteht eine große Flexibilität, da Führungskräfte sich quasi jederzeit kurz an die Mitarbeiter wenden können, zum Beispiel von einem Event aus, das sie gerade besuchen. Auch die Kombination von Manager- und Videoblog kann sinnvoll sein. Die beiden verschiedenen Kommunikations-Formate können für eine nette Abwechslung sorgen und so Mitarbeiter zum Lesen und Anschauen motivieren.

Wenn der Chef selbst schreibt

Wenn Leitungskräfte sich öffentlich zu Themen äußern, die für Mitarbeiter bedeutsam sind und sie interessieren, kann Verbundenheit zwischen dem Management und der Belegschaft entstehen. Nur Mitarbeiter, die sich verstanden und gehört fühlen, werden hinter dem Unternehmen stehen und sich entsprechend verhalten. Durch den eigenen (Schreib-)-Stil können Manager außerdem die Chance nutzen, sich als Persönlichkeit zu zeigen, die vielleicht auch Ecken und Kanten hat. Aus dieser Authentizität heraus entsteht auf Mitarbeiterseite Vertrauen und somit eine höhere Identifikation mit dem Unternehmen.

Entscheidungen und Veränderungen, die über den Manager-Blog transparent gemacht werden, können natürlich auch negative Nachrichten sein. Gerade dann besteht die Chance, dass diese besser von Mitarbeitern aufgenommen werden, denn: Wer Entscheidungen erklärt und somit nachvollziehbar macht, wird von mehr Glaubwürdigkeit und Verständnis profitieren. Besonders in Krisenzeiten kann das sehr hilfreich für den Zusammenhalt eines Unternehmens sein.

Digitale Kommunikation vorleben

Sich das Social Intranet und dessen Möglichkeiten zur Kommunikation auch auf Führungsebene zu Nutze zu machen, erscheint sinnvoll und lohnenswert. Mit relativ einfachen Maßnahmen ist es möglich, Mitarbeiter wirklich zu erreichen und von Vorteilen zu profitieren, die sich auf das gesamte Unternehmen auswirken. Zeitersparnis durch Austausch und das Teilen von Wissen, Eindämmung der Mail-Flut und eine Firma, in der Menschen an einem Strang ziehen, sind einige der Vorteile von direkter Kommunikation zwischen Führungsebene und Belegschaft. Wenn Manager und Führungskräfte die offene Kommunikation durch Posten, Bloggen oder Chatten vorleben, vermitteln sie so am besten ihr ernsthaftes Interesse an einem echten Dialog. Außerdem können sie so als Vorbild fungieren und auf Mitarbeiterseite Hemmschwellen bzgl. der öffentlichen internen Kommunikation abbauen und für die Nutzung der digitalen Kommunikationsmöglichkeiten sensibilisieren.

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