MACH was mit APIs

Veröffentlicht von

Matthias Steinforth

Schwerpunkt:
Very Best-of-Breed

Ok, zugegeben: Das Wortspiel ist nicht sonderlich kreativ oder innovativ. Aber eigentlich ist es das Thema auch nicht. Dennoch sollten sich Unternehmen im Rahmen der Digitalisierung stärker mit APIs und offenen Schnittstellen auseinandersetzen. Denn APIs sind keine Innovation von morgen, sondern die Grundlage erfolgreicher IT- und Technologie-Unternehmen von heute.

Die MACH Alliance ist so ein Beispiel: Als neue Initiative, der zahlreiche unserer Technologie-Partner wie commercetools, Contentful, Algolia und Frontastic angehören, verfolgt sie die Idee, moderne IT-Architekturen zu nutzen und dabei die vier MACH Paradigmen verfolgen:

  • Micro Services: Individual pieces of business functionality that are independently developed, deployed, and managed.
  • API First: All functionality is exposed through an API.
  • Cloud Native: SaaS that leverages the cloud, beyond storage and hosting, including elastic scaling and automatically updating.
  • Headless: Front-end presentation is decoupled from back-end logic and channel, programming language, and is framework agnostic.

Der Grundgedanke dahinter ist recht simpel: Durch eine Trennung der einzelnen Komponenten in kleinere Micro-Services, eine Loslösung von Frontend und Backend sowie die Nutzung standardisierter APIs, lassen sich digitale Plattformen besser warten, weiterentwickeln und am Bedarf der Kunden und Anwender ausgerichtet betreiben. Einzelne Komponenten lassen sich nach Bedarf austauschen oder durch eigene Services ersetzen. Ein Betrieb aller Services in der Cloud sichert zudem die Skalierbarkeit.

Entscheiden sich Unternehmen dafür, diese Strategie im Rahmen ihrer Digitalisierung zu verfolgen, können sie sehr flexibel und schnell auf neue Anforderungen reagieren. APIs erlauben es, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln und bestehende Prozesse sowie vorhandene Daten für externe Kunden, Partner oder Anwender zur Verfügung zu stellen.

Die Anforderungen an eine moderne „API First“-Strategie haben wir bei kernpunkt im Rahmen eines Whitepapers beleuchtet und zusammengestellt, welche Faktoren für die Entwicklung einer API-Strategie eine Rolle spielen. Neben Mut und dem Willen, konsequent auf offene IT-Architekturen zu setzen, gehört auch eine Menge Disziplin dazu. Jeff Bezos war in dieser Hinsicht vor fast 20 Jahren sehr radikal: Er drohte seinen Entwicklungsteam in seinem API Mandate ganz deutlich in amerikanischer Manier:

Anyone who doesn’t do this will be fired.

Diese konsequente Entscheidung hat es Amazon letztendlich ermöglicht, eine Vielzahl von Services, die zunächst für den internen Bedarf entwickelt wurden, nach außen zu kommerzialisieren und eine Cash-Cow zu entwickeln: Mittlerweile macht Amazon über 10 Mrd. US$ extrem profitablen Umsatz mit den AWS-Produkten – pro Quartal.

Auch wenn für viele Unternehmen die Vermarktung der eigenen Daten und Services als eigene Produkte noch nicht im Fokus stehen: Die digitale Zukunft wird mit den Themen IoT, neuen mobilen Touchpoints und einer immer stärkeren Integration von Anwendungen und Plattformen untereinander, sehr viele Herausforderungen bringen, für die es APIs bedarf. Daher macht es Sinn, bereits heute auf diese Konzepte zu setzen und die Grundlagen für die nächste Stufe der Digitalisierung zu schaffen.

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