einfach machen! – Warum gute Ideen eben nicht alles sind

27. August 2018
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Digitalisierung! Da geht es um Innovation, disruptive Ideen und darum, Dinge neu zu denken. Und da wollen alle mitspielen. Also werden Ideen-Findungs-Meetings anberaumt, kreative Hackathons angesetzt und die innovativsten Ideen der Azubis aus dem letzten Lehrjahr prämiert. Soweit alles gute Ansätze. Leider sind die Herausforderungen mit der Generierung guter Ideen nicht gemeistert.

Das Problem sind selten die innovativen Ideen. So gut wie jedes Unternehmen verfügt über kluge Köpfe mit Branchenexpertise. Mit ein bisschen Aufwand lassen sich auch Möglichkeiten und Trends recht gut erkennen. In jeder zweiten Unternehmenskantine spinnen Kollegen und Kolleginnen im Sinne von „man müsste eigentlich“ erste Ansätze.

Ideen sterben

Die meisten Ideen sterben jedoch schon kurz nachdem Sie jemand gehabt hat. Und zwar in Diskussionen darüber, was denn alles dazu gehört. Ob man auch alles bedacht hat. Ob man sich damit nicht vielleicht bestehende Kunden vergrault. Ob man dazu in der Lage ist. Ob nicht vielleicht jemand anderes genau das gleiche macht und zwar besser oder schneller.

Je nach Unternehmenskultur wird so eine Idee vielleicht noch nicht einmal ausgesprochen. Jemand mit der Idee torpediert sich bereits selber mit ausreichend Vorbehalten und Ängsten bevor überhaupt die Chance besteht, sie umzusetzen.

Kultur des Machens

Ja, natürlich muss man Ideen auch erstmal haben und generieren. Trotzdem sind die Aufstellung im Unternehmen, diese pragmatisch ausprobieren zu können, und die Einstellung, diese Experimente zu begrüßen, essenziell.

Deswegen glaube ich fest daran, dass Unternehmen eine neue Kultur des Machens benötigen. Weg von den Analysen, hin zu mutigen und pragmatischen Experimenten ohne Erfolgsgarantien und detailliertem Risikomanagement. Denn nur wer dazu mit seinem gesamten Unternehmen in der Lage ist, wird in einem dynamischen und von Veränderungen geprägten Umfeld, wie wir es gerade in der Digitalisierung erleben, erfolgreich sein.

Autor: Jan Eickmann

jan eickmann

Jan Eickmann ist Digitalisierungsberater mit Herzblut und dem Mut zu neuen Wegen. Er versteht es, digitale Möglichkeiten unter unternehmerischer Betrachtungsweise zu erkennen und sie zu realisieren. Seit 12 Jahren verwirklicht er so mit Unternehmen digitale Visionen. Seine Themenschwerpunkte sind Digitalstrategien und Business Modelle, die Evaluierung und Steuerung von Digitalisierungsinitiativen, Projektmanagement sowie der kulturelle Wandel innerhalb von Organisationen.

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