Premium und Snackable: Zwischen hochwertiger und spontaner Online-Kommunikation

6. Oktober 2017
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Mit täglichen Mahlzeiten ist es ähnlich wie mit Online-Inhalten: Manchmal haben wir Appetit auf etwas Herzhaftes oder Süßes für zwischendurch, manchmal spüren wir grollenden Hunger auf ein leckeres und nahrhaftes Menü. Manchmal möchten wir uns nur ein wenig informieren und auf dem Laufenden bleiben, manchmal brauchen wir fundierte und weiterführende Informationen.

Deshalb wurden die Begriffe „Premium Content“ und „Snackable Content“ vor ein paar Jahren ins Leben gerufen. Und wie das so ist mit den (Online-) Marketing-Begriffen und Buzz Words platzieren sich die sinnvollen und hilfreichen langfristig in das Alltagsvokabular der Marketingspezialisten. Premium und Snackable sollten es aber nicht nur in das Planungs-Repertoire der Marketingabteilungen schaffen, sondern tatsächlich praktisch umgesetzt werden.

Informative Premium-Inhalte

Premium Content wird an vielen Stellen sicherlich schon eingesetzt. Er bezeichnet Webseiten, die langfristig und hochwertig angelegt sind, eine genaue Zielgruppenansprache verfolgen, gezielt informieren und unterhaltend inszeniert sind. Ansprechende visuelle Formate und weiterführende inhaltliche Formate ergänzen die Webseite.

Unterhaltsamer Snackable Content

Snackable Content lebt von seiner geplanten Spontanität. Diese Häppchen für zwischendurch finden ihre Akzeptanz durch einen hohen Unterhaltungswert gepaart mit ihrem leicht informativen Charakter. Oft handelt es sich nicht nur um reine Textnachrichten auf Webseiten, Blogs oder Social Media Kanälen. Vor allem Bilder und Videos lassen sich schnell und wirksam verteilen.  Sie wirken oft spontan kommuniziert, sind aber nicht selten sehr genau voraus geplant, recherchiert und erstellt.

Premium und Snackable routiniert umsetzen

Unternehmen profitieren sehr davon, wenn sie beide Inhaltstypen in ihre redaktionelle Arbeit einplanen. Premium Content ist professionell und zielgruppengenau getextet, suchmaschinenoptimiert und multimedial ausgestaltet. Er ist der Eintritt in die Produkt- oder Dienstleistungswelt eines Unternehmens. Premium Content muss nur selten inhaltlich überarbeitet werden, hat allgemeine Gültigkeit und steht für die Professionalität des Unternehmens. Als Beispiele können Produkt- und Dienstleistungsseiten genannt werden, aber auch die klassische „Über Uns“-Seite, die Karriereseiten oder journalistisch geprägte Magazininhalte. Meist reicht es, ihn initial professionell zu erstellen und anschließend in fest definierten Intervallen (zum Beispiel monatlich) zu kontrollieren.

Die Haltbarkeit von Snackable Content ist meist sehr kurz, wenn es nicht noch zu zusätzlichen viralen Effekten kommt. Und selbst diese verpuffen nach einiger Zeit wieder. Haltbar hingegen ist die Aufwertung des Marken- und Produktimages. Denn Marke oder Produkt bleiben nicht nur im Gespräch, sie werden sympathisch. Das funktioniert selbst bei der meist rational geprägten B2B-Kommunikation, weshalb Snackable Content sich sinnvoll einsetzen lässt um eine Marke erlebbar zu gestalten.

Redaktionell flexibel bleiben

Die schnellen Inhalte für zwischendurch lassen sich kreativ wunderbar ausgestalten. Kurze News, Kommentare, Meinungen, Fotos mit knackigen Kommentaren, kurze Videos mit interessanten Details, Diagramme, Statistiken oder Flyer, Social Events, Illustrationen – für nahezu jedes Thema lassen sich kleine Themenhäppchen vorbereiten. Die redaktionelle Planung ist wichtig, um eine regelmäßige und zielgruppenspezifische Content-Verteilung zu erreichen. Für kurzfristige Anpassungen sollte dennoch Raum bleiben, denn Snackable Content profitiert immer durch eine aktuelle Kommunikation.

Premium und Snackable Content sind grundlegende Formate für die redaktionelle Gestaltung von Webseiten. Sie lassen sich jederzeit in den Redaktionsplan integrieren und sorgen für einen lebendigen Webauftritt.