Mit Inline-Kommentaren die nächste Stufe der Kollaboration im Intranet zünden

10. Juli 2017
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Dieser Beitrag erschien am 29.06.2017 zuerst auf social-intranet.net.

Mit der rasanten Ausbreitung von Blogs Anfang der 2000er-Jahre wurde auch die Kommentarfunktion zunehmend bekannter und beliebter. Heute gehört sie bei vielen digitalen Anwendungen zum Standard. Kommentare bieten die Möglichkeit für Austausch und Dialog ohne große Einstiegshürden. Wer angemeldet ist, kann direkt lostippen und kommentieren. Kein Wunder also, dass die Kommentarfunktion auch in Intranets eingesetzt wird, schließlich sind Austausch und Dialog unter und mit den Mitarbeitern Ziele der meisten Intranets.

Kollaboration im Intranet schlägt Nachrichten

Kommentare im Intranet sind je nach Inhaltstyp des kommentierten Beitrags unterschiedlich wertvoll. Aus Kommentaren zu Unternehmensnachrichten (oder generell „Newsartigen“ Inhalten) entwickelt sich nicht so oft echter Austausch – auch wenn die Hoffnungen aus Sicht der News-Ersteller häufig andere sind. Mitarbeiterkommentare zu News haben häufig eher Zustimmungscharakter (im Sinne von „Finde ich gut“ oder „Glückwunsch, tolle Sache“). Auch wenn allein dies schon wertvoll ist, bilden derartige Kommentare seltener den Ausgangspunkt für wirkliche Diskussionen oder inhaltlichen Austausch.

Letzteres ist eher bei Kommentaren der Fall, die zu (Fach-)Content gegeben werden, beispielsweise zu Konzepten, Erfahrungsberichten, Prozessbeschreibungen usw. Gerade wenn es darum geht, Dinge mit Kollegen abzustimmen oder gemeinsam zu erarbeiten, entfaltet sich das Potenzial digitaler Kommentare. Meinungen zu einem Inhalt können wunderbar in Kommentaren eingeholt, gegeben und diskutiert werden.

Autor: Marian Möhren

Marian Möhren

Marian Möhren leitet bei kernpunkt den Geschäftsbereich „Digital Workplaces“. Er ist Spezialist für Intranet-, Collaboration- und Digital-Workplace-Projekte und betreut dazu nationale und internationale Kunden.

Inline-Kommentare als nächste Stufe

Für die Zusammenarbeit über das Intranet sind Kommentare also gut geeignet. Ein typischer Kollaborationsfall lässt sich jedoch noch besser abbilden, als mit Kommentaren unterhalb des Inhalts: Sollen Kollegen einen erstellten Inhalt durchsehen und ggf. kommentieren, ist es mitunter nicht ganz leicht, in Kommentaren am Seitenende den jeweils passenden Kontext zu demjenigen Inhaltsabschnitt herzustellen, auf den im Kommentar gerade referenziert wird. Erst recht nicht, wenn mehrere Kommentare zu verschiedenen Abschnitten gegeben werden. Dies ist deutlich leichter, wenn die Kommentare direkt die Contentstelle markieren und daneben am Seitenrand dargestellt werden, wie man dies z.B. aus der Kommentarfunktion von Microsoft Word kennt.

Genau solche so genannten Inline-Kommentare lassen sich mittlerweile auch in Intranets anlegen, so dass keine kommentierten Dateien mehr hin- und hergeschickt werden müssen. Die Kollaboration kann direkt online am Content stattfinden. Die Praxiserfahrung zeigt, dass diese Art des Austauschs mit direktem Kontextbezug sehr intuitiv ist und die Zusammenarbeit im Intranet nochmal deutlich verstärkt.

kollaboration im intranet
Abbildung: Beispiel eines Inline-Kommentars auf der rechten Seite einer Contentseite.

Technologie sollte für den Einsatz keine Hürde darstellen: Es gibt Intranet-Systeme, die Inline-Kommentare bereits als Feature mitbringen (z.B. Confluence von Atlassian), aber auch in andere Systeme lässt sich diese Funktionalität über einfache Plugins einbauen.

Fazit

Während man über „reguläre“ Kommentare am Seitenende generell Feedback abgeben und an einer Stelle gebündelt gut diskutieren kann, eignen sich Inline-Kommentare wunderbar, um sich kontextbezogen zu einzelnen Inhaltsstellen auszutauschen. Diese Art der Kollaboration ist leicht verständlich, äußerst nützlich und treibt die digitale Zusammenarbeit von Mitarbeitern merklich voran.