Website optimieren: Wie Sie in wenigen Schritten bei Nutzern und Suchmaschinen punkten

11. Juli 2016
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Im Gegensatz zum klassischen Printartikel müssen die Texte einer Website immer für zwei Kanäle geschrieben werden: Sowohl für den Leser als auch für die Suchmaschine. Denn kein noch so guter Inhalt bringt etwas, wenn die Nutzer ihn nicht finden.

Dafür müssen Websitebetreiber aber nicht zwangsläufig auf SEO-Agenturen oder Fachredakteure zurückgreifen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Optimierungsmaßnahmen in die tägliche Arbeit einbinden können, und auf diese Weise »low-hanging fruits« ernten.

Nutzerzentriert denken

Zunächst sollten Sie sich die Frage stellen, was Sie von Ihrer Website erwarten: Benennen Sie messbare Ziele, die Sie vor, während und nach der Optimierung überprüfen und damit weitere Maßnahmen ableiten können. Ihre Überlegungen sollten dabei stets den Nutzer und seine Bedürfnisse im Fokus haben.

Die Lückentext-Technik, die auf Jim Highsmith zurückgeht, stellt hierfür eine geeignete Blaupause dar:

Für [eine Zielgruppe], die folgendes [Bedürfnis] hat, bietet [Produktname], ein [Produkt-Typ], die [Lösung]. Anders als [der stärkste Wettbewerber] hat unser Produkt [Abgrenzung, Verkaufsargument, USP].

Transparente Struktur schaffen

Die Grundlage einer funktionierenden Kommunikation mit Ihrer Zielgruppe ist eine transparente Informationsarchitektur. Sie stellt das Rückgrat der Website dar. Zu einer On-Page-Optimierung gehört also zunächst die Strukturierung der Inhalte.

Als Grundregel gilt:

Größtmögliche Transparenz und Usability helfen Ihren Nutzern dabei, schnell an das Ziel zu gelangen, und werden außerdem von den Suchmaschinen belohnt.

Dazu zählen eine URL-Struktur, welche die Hierarchisierung Ihrer Inhalte abbildet, aber auch eine durchgängige und sichtbare Verlinkung der Seiten untereinander. Dies hilft sowohl dem Nutzer als auch dem Suchdienst, die Inhalte zu priorisieren und dadurch das Wesentliche Ihrer Website (die Kernkompetenzen und –produkte) zu finden.

Zu der Nutzerführung und der Suchmaschinenoptimierung gehört auch, dass die wichtigsten Begriffe sowohl im Seitentitel als auch in der h1-Überschrift auftauchen. Eine Wiederholung im weiteren Text der Seite ist ebenso hilfreich wie die Benutzung der Begriffe in den ALT-Texten von Bildern und deren Bildunterschriften. Achten Sie bei der Auswahl der Bilder darauf, dass diese zum Kontext passen, denn sie werden sowohl auf den Suchergebnisseiten als auch in den sozialen Netzwerken angezeigt.

Machen Sie sich deutlich, dass der Text nicht nur aus reinem Selbstzweck auf der Seite steht. Der Inhalt muss dem Nutzer einen (Mehr)Wert liefern. Bei einer Überprüfung der Inhalte können Sie auch gleich feststellen, ob die Inhalte wirklich einzigartig sind, das heißt, dass sie sich nicht auf verschiedenen Seiten doppeln. Für viele Menschen ist – neben der Lesbarkeit der Texte – auch eine korrekte Rechtschreibung ein Qualitätsmerkmal, denn sie zeugt von Aufmerksamkeit und Seriosität.

Die einzelne Seite und ihren Fließtext strukturieren Sie mit Teasern, Zwischenüberschriften und Listenelementen, die dem Nutzer ermöglichen, den Inhalt der Seite schnell zu erfassen. Überprüfen Sie es selbst: Können Sie Kernaussage der Seite in maximal drei Sekunden erfassen? Vergleichen Sie Ihre Website hierfür mit der guten, altmodischen Zeitung: Alles Wesentliche steht »above the fold«, also auf der oberen – immer sichtbaren – Hälfte der (gefalteten) Seite!

Google liebt Veränderung

Suchmaschinen bewerten den Content einer Website nach Nutzerrelevanz und Aktualität. Sie können den Suchmaschinen also auf die Sprünge helfen, indem Sie in regelmäßigen Abständen neue Inhalte erstellen. Die Aktualisierung wird von Google & Co. als positiv wahrgenommen, denn sie dient als Indikator für Professionalität und Kompetenz. Und bei den Nutzern steigern Sie dadurch Ihre Glaubwürdigkeit und laden sie dazu ein, sich regelmäßig mit Ihrer Website zu befassen.

Stetige Optimierung

Auch wenn viele Nutzer auf die Seite kommen, ob von einer Suchmaschine oder durch die Navigation, durch Teaser oder Deeplinks: Wichtig ist, dass sie hier das Gesuchte finden und nicht direkt wieder abspringen. Die Seite und ihr Inhalt müssen Kundenfragen beantworten, und das am besten zentralisiert, an einer Stelle. Dadurch reduziert sich die Gefahr von Absprüngen, und die Zahl der Konversionen steigt.

Landingpages bekommen, im Gegensatz zur Homepage, keinen unkontrollierten Traffic aus allen erdenklichen Quellen. Sie erhalten den Traffic von ausgewählten Quellen und bieten wenige, manchmal sogar nur eine Handlungsmöglichkeit. Sie konvertieren in der Regel also besser.

Für alle anderen Seitentypen ermitteln sie mit Hilfe eines Analysetools sehr schnell, welche Seiten wenig besucht werden oder eine hohe Absprungrate aufweisen. Wenn es sich um eine Seite handelt, auf der der Nutzer findet, was er sucht, sollte die Absprungrate eher niedrig sein. Andernfalls ist dies ein Indikator dafür, dass die Seite falsch verlinkt wurde, das heißt, dem Suchverhalten des Nutzers nicht entspricht, oder aber dass die Inhalte schlecht aufbereitet sind. Überarbeiten Sie die entsprechende Seite oder ändern Sie die Verlinkung und kontrollieren Sie anschließend, ob sich die Zahl der Aufrufe und die Absprungrate dadurch verändern.

Neben einem zielgruppengerechten und vor allem barrierefreien Design sollte der responsive Ansatz nicht vernachlässigt werden. Alle Elemente der Seite müssen auch auf dem Smartphone gut erfassbar und benutzbar sein. Buttons sollten durch ihre Farbgebung und die Platzierung im Text sofort erkannt werden.  Das bedeutet auch, dass andere Elemente nicht von ihnen ablenken dürfen, und die Beschriftung der Buttons immer klar zum Ausdruck bringt, was der Nutzer an dieser Stelle tun soll, oder was ihn bei einem Klick erwartet.

Konversion steigern

Definieren Sie, was auf einer speziellen Seite eine Konversion ist, und wie Sie diese messen können. Überprüfen und überarbeiten Sie auf dieser Basis die Seitengestaltung, die Nutzerführung sowie die Elemente, die einen Call-to-action darstellen. Ist der Weg, den der Nutzer auf der Seite gehen soll, um an das (von Ihnen gesetzte) Ziel zu gelangen, wirklich optimal und ohne Störungen? Unterstützen Teaser-Elemente, Verlinkungen, Call-to-Actions, und natürlich auch die verwendeten Keywords den Nutzer bei seiner Suche?

Denken Sie darüber nach, sogenannte A/B-Tests durchzuführen. Sie sind eine gute Möglichkeit, die Wirkung und den Erfolg von Maßnahmen zu überprüfen. Sie erzielen schnelle und zum Teil überraschende Ergebnisse. Denn am Ende zählt der Kundenwunsch, nicht die persönlichen Vorlieben.

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