Warum B2C Shop-Systeme nicht für B2B ausreichen

11. April 2017
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B2B E-Commerce benötigt mehr als eine B2C Plattform kann

In Zukunft geht es auch im B2B nicht mehr ohne online. Für Bestellungen nutzen immer weniger Einkäufer noch ein FAX oder das Telefon. E-Commerce wächst daher besonders zwischen Geschäftskunden und es können riesige Umsatzpotentiale generiert werden. Dazu braucht es aber die passende Online Strategie sowie einen sicheren und effektiven Online-Shop.

Das Problem: Nicht selten werden gängige B2C Plattformen auch bei B2B Unternehmen eingesetzt. B2C Softwarelösungen sind durch Medien oder durch eigenen Konsum bekannt, sie wirken professionell und funktionieren im B2C Bereich ja auch sehr gut. Doch zu erwarten, dass solche B2C Lösungen die komplexen Anforderungen im B2B E-Commerce erfüllen, ist ein Fehler, der an wichtigen Geld und Zeit Ressourcen nagt.

Warum mit viel Budget und Zeitaufwand die für B2C ausgelegten Plattformen anpassen und konfigurieren, anstatt direkt in B2B Shopsysteme und Know-How zu investieren? Es geht einfacher.

B2B E-Commerce wird nur erfolgreich, wenn es den Bedürfnissen der Kunden – und zwar denen der B2B Kunden – entspricht und eindeutig Mehrwert liefert. Und was solche Kunden wünschen und auch erwarten, kann nicht durch B2C Tools abgedeckt werden. Ein Produkt dem Warenkorb hinzuzufügen, zur Kasse zu gehen und dann die Bezahlung durchzuführen reicht nicht aus. Um nicht unnötig Geld und Zeit zu verschwenden, müssen B2B Features vor allem Voraussetzung und nicht ein mögliches, zu entwickelndes Add-On sein. Sonst ist Frustration vorprogrammiert.

Was sind wichtige B2B Features?

Flexible Kundenstrukturen

In einem B2B Unternehmen gibt es verschiedene Shop-Nutzer mit unterschiedlichen Rechten und Einkaufsfunktionen. Ein Kunde entspricht somit nicht dem anderen Kunden. Ein B2B Shop muss flexible Kundenstrukturen berücksichtigen und Profile mit individuellen Funktionen, Einstellungen und Beschränkungen zur Verfügung stellen. Dazu zählen Budgetgrenzen genauso wie kundenindividuelle Preise.

Checkout

Einem B2B Kunden genügt der normale Checkout über den Warenkorb mit einer möglichen Zahlmethode nicht. Einkäufer müssen die Möglichkeit haben, anhand eines Warenkorbes Angebote einfordern oder auf Kredit bestellen zu können. Außerdem sind eventuelle Genehmigungsverfahren zwischen Einkäufer und Chefeinkäufer erwünscht. Vielleicht möchten Verantwortliche den Warenkorb auch einer bestehenden Bestellung hinzufügen?

Produktinformationen

Produkte sind meistens sehr komplex und der Produktkatalog riesig. Daher sind ausführliche Informationen, Download-Möglichkeiten von Datenblättern und unterschiedliche Konfigurationsoptionen notwendig.

Schnittstellen

B2B Shopsysteme müssen über Schnittstellen mit anderen Systemen wie PIM oder ERP verbunden und integriert werden, damit über alle Kanäle einheitliche und korrekte Produktinformationen gewährleistet sind. B2B Kunden wollen in Echtzeit einsehen, ob ihre Quantitäten vorrätig und lieferbar sind.

International

B2B Unternehmen sind global tätig und das bedeutet, Shops müssen mehrsprachig und mit unterschiedlichen Maßangaben und Währungen angeboten werden. Dazu kommen internationale Versandmöglichkeiten sowie verschiedene steuerliche Bestimmungen.

Heutige B2B Shopsysteme müssen demnach mehr Anforderungen stemmen, als es B2C Angebote können. Es ist wichtig, Systeme im Vorhinein auf solche Features zu prüfen und es auch vorauszusetzen. Nichts ist ärgerlicher, als sich für einen Anbieter entschieden zu haben und im Nachhinein zu bemerken, dass die Lösung den Erwartungen der Kunden an einen reibungslosen, intuitiven Verkaufsprozess nicht gerecht wird und wichtige Funktionalitäten nicht vorhanden sind. Ein Online-Shop im B2B macht nur Sinn, wenn er die Prozesse für alle Beteiligten vereinfacht, damit ein Einkauf effizienter und schneller über die Bühne geht.