Durststrecke GmbH

Digitalisierung des Getränkehandels

Mobile First und den Kunden im Fokus

Kaum ein Geschäft unterscheidet sich regional so stark wie der Getränkehandel. Schon beim Produkt Wasser zeigt sich dies deutschlandweit: von Gerolsteiner über die Rheinfelsquelle bis zum Pfälzer Silberbrunnen. Die regionale Zielgruppe macht das Produkt „Getränk“ so besonders. Sie erschwert Großhändlern eine Digitalisierung und auch einen potenziellen profitablen Endkundenzugang. Ein Online-Shop im klassischen Sinne führt hier nicht ans Ziel. Doch wie können Händler ihr Geschäft trotzdem digitalisieren und das Potenzial nutzen? Die Antwort ist Durst: eine Plattform für den Getränkehandel auf Basis von Spryker.  

Was ist eine Plattform für den Getränkehandel? Sie vermittelt Geschäfte, indem sie den gesamten Bestellprozess digitalisiert: von Getränkebestellungen und Auslieferungen bis hin zu Pfandfragen, Tourenplanung oder Bezahlung. Genau das macht Durst. Denn durstige Kunden wollen ihre Getränke zunehmend genauso online bestellen wie sie es schon mit Pizza und Co machen. So eröffnen sich Chancen für den Großhandel, der traditionell nur die Gastronomie oder Supermärkte beliefert. Normalerweise gingen Fachgroßhändler die letzte Meile zum Endkunde noch nicht an.

»Die Getränke-Branche ist bis jetzt sehr wenig digitalisiert. Also gibt es viel Potenzial. Denn das Kundenbedürfnis verändert sich rasant: Anders als im eFood-Sektor wird die Lieferung von Getränken von einer breiten Masse angenommen. Allerdings sind die Bestellprozesse noch in den 90ern.«

Matthias Steinforth, Gründer Durststrecke GmbH

Effektiv nach Marktplatzprinzip

Getränkehändler haben ein besonderes Produkt: sehr regional und unterschiedlich, auch bei den Preisen. In jeder einzelnen Region möchten Konsumenten anderes Bier und ihre heimischen Wassermarken bestellen können. Mit einem traditionellen Online-Shop können Händler nicht ausreichend auf diese Besonderheit und das sich verändernde Konsumentenverhalten reagieren. Der Kunde in Ort A wird einen ganz anderen Warenkorb als der Kunde in Ort B haben und sie alle werden nur noch mobil über ihre Smartphones bestellen.

Eine Plattform nach Marktplatz-Prinzip, auf der unterschiedliche Händler ihre Produkte unter einem Dach anbieten können, ist hier genau der richtige Ansatz. Mit schneller Time-to-Market können Händler ihren eigenen „Shop“ einfach aufsetzen und dazu vorhandene Großhandelsstrukturen und Logistik nutzen. So können viele Händler gleichzeitig über definierte Liefergebiete die Bedürfnisse unterschiedlicher Kunden abdecken.

Mobile First über App

Zwei Aspekte sind entscheidend: Händler- ebenso wie Kunden-Usability. Um auf die Bedürfnisse beider Seiten eingehen zu können, hat Durst von Anfang an immer wieder das Geschäftsmodell überdacht. Es wurde ganz flexibel auf aufkommende Anforderungen und Herausforderungen reagiert.

Warum Flexibilität und klein starten so wichtig im B2B-E-Commerce sind?

Für Händler ist die Lösung ein Software-as-a-Service-Ansatz, der das weite Spektrum an unterschiedlichen Preisen, Produkten und Gebinden abbilden kann. Kein Händlershop muss einem anderen gleichen. Trotzdem können sie einfach und schnell aufgesetzt werden. Für Händler ist das unkompliziert und mit wenig Risiko verbunden.

Auf Kundenseite ist eine mobile Bestellmöglichkeit ein Must-Have. Also gibt es eine App für Kunden, die Usability auf höchstem Niveau garantiert. Das schafft sehr hohe Loyalität und Kundenbindung. Wer als Endkunde einmal bequem über die App bestellt, wird nicht wieder in einen Getränkemarkt gehen.

Individuallösung statt Standard-Shop

Für Durst war bei diesem Use Case klar: Es kommt kein Webshop auf Basis eines monolithischen und schweren Shopsystems in Frage.

  • Das Start-up muss aktiv und kundenzentrisch auf die Entwicklungen am Markt reagieren können.
  • Die Plattform soll verschiedene Lieferzonen, Preise, Zeitfenster und Produkte für unterschiedliche Händler abbilden.
  • Trotzdem brauchen Händler Zugriff auf Stammdaten und
  • es sind auch die klassischen Shop-Features wie Warenkorb und Checkout-Prozesse zu integrieren.
  • Als Front-end braucht es Apps für Kunden, Fahrer sowie Mitarbeiter des Getränke-Abholmarkts.
  • Ebenso ist auch eine Service-Ebene zwischen Endkunde und Großhändler nötig, die die gesamten Prozesse und die Abrechnung abwickelt.
spryker

Spryker für volle Flexibilität und Skalierbarkeit

Für ein solches Geschäftsmodell ist das Spryker Commerce OS die richtige Technologie. Das Betriebssystem für Commerce bleibt hochflexibel, da es kein Shop im klassischen Sinne ist. Front- und Backend werden strikt getrennt. Auf Basis von Spryker können so alle erdenklichen Webservices und Funktionen entwickelt und modular hinzugefügt werden. Durch die komplette Modularität können Verantwortliche über jede Funktion frei entscheiden. Da über Schnittstellen kommuniziert wird, werden Transaktionsprozesse zwischen Endkunden und Händlern digital ermöglicht, egal wie alternativ der Kontaktpunkt ist.

Die Plattform bleibt so außerdem für weitere Integrationen und auch für externe Systeme wie etwa ERP oder PIM offen.

»Spryker ist unser Mittel der Wahl, da es extrem skalierbar und erweiterbar ist. Das Betriebssystem passt sich unserem Geschäftsprozess perfekt an. Zahlreiche Module erlauben schnelle Integration und Time-to-Market. Auch die Lizenzmodelle sind sehr Start-up freundlich, das freut uns natürlich.«

Matthias Steinforth, Gründer Durststrecke GmbH

Ergebnis mit Aussicht

Als Spryker-Partneragentur hat kernpunkt gerade in der Anfangsphase die technische Unterstützung geliefert und das Durst-Team im Bereich Spryker Entwicklung und agiles Coaching begleitet. Ein erstes MVP – Minimum Viable Product – konnte so iterativ und schnell umgesetzt werden. Das Start-up Durst – nun mit eigenem agilen Entwicklungs-Team – liefert jetzt die technische Infrastruktur für Getränkehändler und -fachgroßhändler, um Kunden digitale Bestellmöglichkeiten zu bieten und weitere Kunden über das Internet zu gewinnen.

Durst im Interview

Business Agility mit Spryker

Jan Eickmann, Director Consulting & Business Development bei kernpunkt, interviewte im Rahmen der Spryker Usergroup am 13.06.2018 in Köln Matthias Steinforth, Gründer der Durststrecke GmbH, und Till Hess, Head of Digital Product & Tech bei der FOND OF GmbH. Das Thema: Business Agility.

Was plant ihr im Bereich E-Business? Haben Erfolge im E-Business mit Technik zu tun? Ist Time-to-Market entscheidend?

business agility

Weiterleitung zur Aufzeichnung (45 Minuten) des Interviews:

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