Wie macht sich Agentic Commerce in Deutschland bemerkbar?

Im Trend: Agentic Commerce in Deutschland

Wie weit ist die Entwicklung von Agentic Commerce in Deutschland bereits fortgeschritten? Während KI-gestützte Produktsuche und Beratung bereits Realität sind, steckt der vollständig automatisierte Einkauf über KI-Agenten noch in den Anfängen. Wir geben Dir einen Überblick darüber, was heute schon möglich ist, welche Technologien dahinterstehen und vor welchen Herausforderungen Unternehmen aktuell noch stehen.

Wednesday
01
April
 
2026

Wie verändert Agentic AI den Online-Handel in Deutschland?

Kundinnen und Kunden suchen Produkte nicht mehr nur über klassische Suchmaschinen oder Shop-Navigationen. Immer häufiger übernehmen KI-Assistenten, Chatbots und generative Suchergebnisse die Rolle eines digitalen Einkaufsberaters. Der Trend geht hin zu Agentic Commerce.

Agentic Commerce beschreibt dabei die nächste Entwicklungsstufe digitaler Einkaufserlebnisse: KI-Systeme beraten nicht nur, sondern können perspektivisch auch Entscheidungen vorbereiten oder selbstständig Transaktionen auslösen. Auch in Deutschland macht sich die vermehrte Nutzung von KI im Shopping-Kontext bemerkbar.

Mitarbeitende sprechen mit Kunden über Agentic Commerce.

ChatGPT, Gemini, Claude und Co.: Die Shopping-Beratung Deines Vertrauens

Der sichtbarste Einstieg in Agentic Commerce erfolgt derzeit über KI-gestützte Chatbots und Assistenten. Sie übernehmen immer häufiger die Rolle eines digitalen Verkaufsberaters.

Statt eine klassische Suchanfrage einzugeben, beschreiben Nutzerinnen und Nutzer ihre Bedürfnisse in natürlicher Sprache. Die KI interpretiert diese Anfrage und liefert passende Produktempfehlungen. Noch einfacher wird das Shopping-Erlebnis bei der Nutzung von Sprachassistenten. Im Sinne des Voice Commerce können sich Fashion-Begeisterte wortwörtlich mit dem KI-Agenten unterhalten und individuelle Vorschläge erhalten.

Für viele Online-Shops ist dies der erste Schritt Richtung Agentic Commerce: KI wird zur neuen Benutzeroberfläche des Online-Handels. Während klassische Shop-Filter nur Attribute wie Preis oder Marke berücksichtigen, kann KI:

  • semantische Zusammenhänge verstehen
  • Anforderungen interpretieren
  • passende Produkte aus großen Datenmengen herausfiltern

Damit wird die Produktsuche deutlich intuitiver und persönlicher.

Google: Von der Suchmaschine zum KI-Assistenten

Auch Suchmaschinen entwickeln sich zunehmend zu KI-gestützten Shopping-Assistenten. Besonders deutlich wird das beim KI-Modus von Google. Statt einer klassischen Liste aus Links erhalten Nutzerinnen und Nutzer immer häufiger zusammengefasste Antworten einer KI inklusive Produktempfehlungen, Vergleichen, Preisübersichten sowie direkten Links zu Shops. Die Suchmaschine wird damit selbst zu einer Art Shopping-Berater.

Für Online-Shops bedeutet das: Sichtbarkeit entsteht künftig nicht mehr nur durch Rankings, sondern auch durch strukturierte Produktdaten, die KI-Systeme verstehen können. Das PIM-System von Akeneo gibt Dir die Möglichkeit, Deine Produktdaten so aufzusetzen, dass sie von Google und Co. einfach und schnell gelesen und interpretiert werden können. Besonders wichtig sind dabei:

  • saubere Produktattribute
  • strukturierte Produktfeeds
  • klare Produktbeschreibungen
  • konsistente Daten über alle Kanäle hinweg

Ohne diese Datenbasis wird es für KI-Agenten deutlich schwieriger, Produkte korrekt zu interpretieren.

Der nächste Schritt: KI-Agenten schließen Produktkäufe ab

Der nächste Evolutionsschritt im Agentic Commerce ist der autonome Kaufabschluss durch KI-Agenten. Dabei könnte ein zukünftiger Kaufprozess beispielsweise so aussehen:

  1. Nutzer formuliert Bedarf
  2. KI sucht passende Produkte
  3. KI vergleicht Preise und Bewertungen
  4. KI gibt Empfehlungen
  5. Nutzer trifft eine Auswahl
  6. KI führt den Kaufprozess automatisch aus

Solche Szenarien werden aktuell intensiv diskutiert – insbesondere im Zusammenhang mit neuen Agent-Protokollen und Commerce-Schnittstellen. Doch in Deutschland ist dieser Schritt noch nicht flächendeckend Realität.

Zwei Kollegen sitzen nebeneinander und besprechen sich.

Vor welchen Herausforderungen steht Agentic Commerce aktuell?

Trotz der schnellen Entwicklung gibt es aktuell noch einige Herausforderungen, die den breiten Einsatz von Agentic Commerce bremsen.

  • Datenschutz und Regulierung
    In Europa spielen Datenschutz und Regulierung eine zentrale Rolle. Besonders relevant sind die DSGVO sowie der EU AI Act. Demnach müssen Unternehmen sicherstellen, dass KI-Systeme nachvollziehbar handeln, personenbezogene Daten schützen und keine manipulativen Kaufentscheidungen auslösen. Diese Anforderungen machen die Entwicklung komplexer, schaffen aber gleichzeitig Vertrauen.
  • Fehlende Standardisierung
    Ein weiteres Problem ist die fehlende technische Standardisierung. Damit KI-Agenten tatsächlich autonom einkaufen können, müssen Systeme miteinander kommunizieren können. Erste Ansätze für standardisierte Agenten-Protokolle und Schnittstellen gibt es bereits – etwa für KI-Aktionen, Plugin-Integrationen oder agentenbasierte APIs.
  • Datenqualität im E-Commerce
    Ein häufig unterschätztes Problem ist die Qualität der Produktdaten. KI-Agenten benötigen strukturierte Produktinformationen, konsistente Attribute, vollständige Beschreibungen und im besten Fall hochwertige Bilder. Ein strukturiertes Produktdatenmanagement über ein PIM-System vereint macht es der KI leicht, Deine Produkte richtig einzuordnen und die Informationen zu interpretieren.

Warum ist eine moderne Systemarchitektur entscheidend für Agentic Commerce?

Die Entwicklung hin zu Agentic Commerce verändert auch die Anforderungen an Online-Händler. Traditionelle monolithische Shopsysteme sind häufig nicht darauf ausgelegt, mit neuen Interfaces wie KI-Agenten zu interagieren. KI-Agenten greifen in der Regel über APIs auf Produktdaten, Preise, Verfügbarkeiten und Checkout-Prozesse zu. Ohne eine Composable Architektur lassen sich solche Interfaces nur schwer integrieren. Stattdessen gewinnen API-basierte Commerce-Plattformen an Bedeutung. Eine moderne Commerce-Engine wie commercetools ermöglicht beispielsweise:

  • API-basierte Produktdatenzugriffe
  • flexible Integration neuer Frontends
  • Headless Commerce
  • schnelle Integration neuer KI-Services

Damit können Unternehmen ihre Commerce-Architektur so aufbauen, dass sie auch zukünftige KI-Interfaces problemlos unterstützen kann. Gerade im Kontext von Agentic Commerce wird diese Flexibilität entscheidend sein.

Rüste Deinen Online-Shop für Agentic Commerce mit kernpunkt

Fest steht: Agentic Commerce wird den Online-Handel nachhaltig verändern. Doch statt eines plötzlichen Umbruchs erleben wir derzeit eine schrittweise Evolution der Commerce-Interfaces – von klassischen Shops über Conversational Interfaces hin zu agentenbasierten Einkaufsprozessen. Unternehmen, die sich frühzeitig mit strukturierter Datenbasis, API-Architekturen und modernen Commerce-Plattformen beschäftigen, schaffen jedoch bereits heute die Grundlage für diese Entwicklung.

Von der Datenstruktur über die Commerce-Architektur bis hin zur Integration von KI-Interfaces müssen viele Bausteine zusammenspielen, damit Agentic Commerce ein fester Bestandteil des Shopping-Erlebnisses werden kann.

Mit unserer Erfahrung in Composable Commerce, MACH-Architekturen und modernen Commerce-Technologien wie commercetools entwickeln wir bei kernpunkt Lösungen, die bereits heute auf die Anforderungen von Agentic Commerce vorbereitet sind. Wenn Du wissen möchtest, wie Dein Online-Shop für die nächste Generation des digitalen Einkaufens aufgestellt sein sollte, sprechen wir gerne mit Dir darüber.

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