First Party Data im E-Commerce sammeln, nutzen und skalieren

Warum wird First Party Data im E-Commerce immer wichtiger?

First Party Data ist sehr viel verlässlicher als Third-Party-Tracking, weil Du Daten direkt aus Deinen eigenen Kanälen sammelst und gezielt aktivieren kannst. Wir zeigen Dir, welche Datenarten zählen, wie Du sie im E-Commerce sauber erhebst und für positivere Kundenerlebnisse sorgst.

Tuesday
24
February
 
2026

Der Shift im E-Commerce: von Third Party zu First Party Data

Viele E-Commerce-Teams haben sich lange auf Third-Party-Daten verlassen: fremde Identifier, externe Zielgruppen oder Tracking-Signale, die sie nicht selbst kontrollieren. Aber Third-Party-Tracking verliert zunehmend an Wirkung, wodurch Kampagnen ungenauer werden und die Personalisierung hinter den Erwartungen zurückbleibt.

First Party Data dreht das Prinzip um und gibt Dir die Kontrolle zurück: Daten aus Deinen eigenen Touchpoints, sauber erhoben und gezielt aktivierbar. Du sammelst Informationen direkt dort, wo potenzielle Kundinnen und Kunden mit Deiner Marke interagieren und baust somit eine belastbare Grundlage für Analyse, Personalisierung und CRM auf.

Was ist First Party Data?

First Party Data sind Daten, die Du direkt über Interaktionen mit Nutzerinnen und Nutzern auf Deinen eigenen Kanälen erhebst, z. B. über Website, App, E-Mail, Support, Käufe oder Feedback. Im E-Commerce lassen sich First Party Data vier Kategorien unterteilen:

  1. Verhaltensdaten: Produktansichten, Sucheingaben, Klickpfade, Filter-Nutzung, Warenkorb-Aktionen, Scrolltiefe, Exit-Intent und Wiederkehrfrequenz
  2. Transaktionsdaten: Warenkorbwert, gekaufte Produkte, Retouren, Zahlungsart, Lieferoption, Rabattnutzung und Abo-Status
  3. Interaktionsdaten: E-Mail-Öffnungen/Klicks, Push-Interaktionen, Chat-Verläufe, Support-Tickets, SMS-Antworten und Kampagnen-Attribution über eigene Kanäle
  4. Freiwillig zur Verfügung gestellte Daten: Präferenzen, Größen, Interessen, Wunschkanäle, Geburtstage, Produktwünsche sowie Feedback

Im Kern sammelst Du First Party Data überall dort, wo Menschen in Deinem Ökosystem handeln oder etwas mitteilen. Wichtig ist dabei: saubere Ereignisse (= Events), eindeutige IDs und ein konsistentes Datenmodell.

Zwei Mitarbeitende schauen sich First Party Data auf dem Monitor an.

Wie kannst Du Dir First Party Data für Dein Online-Business zunutze machen?

Der Mehrwert von First Party Data entfaltet sich erst dann, wenn Du sie aktivierst, also in bewusste Entscheidungen und Customer Journeys übersetzt.

  • Personalisiertes Targeting
    Du segmentierst Deine Zielgruppenansprache auf Basis echter Interessen. First Party Data gelten hier als besonders belastbar, weil sie direkt aus Deinen Touchpoints stammen.
  • Gesteigerte Kundentreue
    Mit konsistenten Profilen kannst Du sinnvollere Loyalty-Mechaniken bauen: personalisierte Vorteile, VIP-Services und Rabattaktionen.
  • Cross- und Upselling
    Transaktions- und Verhaltensdaten zeigen Dir echte Kaufmuster, auf Basis derer Bundles, Trigger-Mails oder In-Session-Empfehlungen erstellt werden können.
  • Gezielte Marketing-Maßnahmen
    Für Deine Marketing-Strategien erstellst Du Kampagnen mit klaren Triggern: Preisdrop, Back-in-Stock oder Inaktivität. Dadurch steigen Relevanz und Effizienz.
  • Verbesserte Shopping-Erlebnisse
    First Party Signale ermöglichen „Real-Time Experience“: passende Sortierung, kontextuelle Inhalte, intelligente Suche, sowie eine passgenaue Hilfe im Checkout genau dann, wenn es zählt.
  • Differenziertes A/B-Testing
    Mit guten Events und sauberen Profilen testest Du nicht nur „Klickrate“, sondern auch Outcomes: Conversion, Warenkorbwert, Repeat Purchase, Support-Kontakte oder Retourenquote und zwar segmentiert nach Verhalten und Lifecycle.

Best Practices für den Umgang mit First Party Data

  1. User Consent einholen
    Ohne Einwilligung und Transparenz riskierst Du Vertrauen und im Zweifel Compliance-Probleme. Unbedenklich wird es dann, wenn Du nachweisen kannst, woher Daten stammen und wofür sie erhoben wurden.
  2. Tracking Plan erstellen
    Ein Tracking Plan ist die Übersetzung Deiner Geschäftsziele in messbare Events. So verhinderst Du Datenchaos und schaffst eine Basis, die Marketing, BI und Produktteam gemeinsam nutzen können.
  3. Sicherheits- und Governance-Regeln schaffen
    Saubere Rollen, Datenminimierung, Pseudonymisierung, Monitoring und Prozesse für die Datenaufbewahrung und -zugriff sorgen dafür, dass First Party Data auch bei wachsenden Teams und zusätzlichen Tools vertrauenswürdig und marketingseitig nutzbar bleiben.
Zwei Mitarbeitende arbeiten am PC im Büro.

First Party Data zentral steuern mit der Customer Data Platform von Twilio Segment

Wenn Du First Party Data über viele Touchpoints sammelst, entsteht schnell ein typisches Problem: Website-Events liegen in Analytics, Käufe im Shop-System, Support im Ticketing, Kampagnen in E-Mail/SMS, aber nichts passt sauber zusammen. Mit der Customer Data Platform von Twilio Segment werden Daten zentral erfasst, vereinheitlicht und an Deine Tools zur Aktivierung weitergegeben.

First Party Data wird im E-Commerce dann zum Wettbewerbsvorteil, wenn Strategie, Tracking, Consent, Datenmodell und Aktivierung zusammenspielen. Wir unterstützen Dich von der Erstellung eines Tracking Plans und Event-Taxonomie über die technische Implementierung bis zur Aktivierung in Marketing- und Experience-Setups. Wenn Du aus Deinen Datenstrukturen einen messbaren Marketingerfolg schaffen willst, melde Dich bei uns für ein unverbindliches Erstgespräch.

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Matthias Steinforth

Managing Partner

+49 160 700 38 20matthias.steinforth@kernpunkt.de
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