Digitaler Produktpass 2026: Mehr als nur Pflicht

Digitaler Produktpass: Mehr als Compliance im E-Commerce

Der digitale Produktpass wird im Lauf der nächsten Jahre für immer mehr Produktkategorien verpflichtend. Wer ihn im E-Commerce klug nutzt, schafft neue Touchpoints und Umsatzpotenziale direkt am Produkt.

Monday
26
January
 
2026

Welche Rolle spielt der Digitale Produktpass 2026 im E-Commerce?

2026 ist für viele Unternehmen im E-Commerce das Jahr, in dem sie die Weichen für strukturierte Produktdaten stellen sollten. Mit der Ecodesign for Sustainable Products Regulation (ESPR) hat die EU den Rahmen geschaffen, über den künftig für nahezu alle physischen Produkte produktgruppenspezifische Anforderungen festgelegt werden - inklusive Digitalem Produktpass. Ein Beispiel, das für viele als Blaupause gilt: Für bestimmte Batterie-Kategorien wird der Batteriepass ab 18.02.2027 verpflichtend.

Ziel der Regierung ist es, den DPP für einen Großteil an Produktgruppen gesetzlich einzuführen, um Transparenz zu schaffen. Je nach Produktkategorie treten diese zu unterschiedlichen Zeitpunkten bis voraussichtlich 2030 in Kraft. Als Online-Händler solltest Du den DPP nicht auf die lange Bank schieben, sondern Dich bereits jetzt mit der Thematik beschäftigen.

Ist die Einführung des DPP ein reiner Kostenfaktor?

Viele Unternehmen erleben den DPP zunächst als Zusatzaufwand: Kennzeichnung, Datenerhebung, laufende Pflege, technische Bereitstellung. In der Praxis steckt dahinter aber meist eine Investition in etwas, das Dir ohnehin fehlt, wenn Du skalieren willst: saubere, konsistente, auditierbare Produktdaten.

Der DPP ist nicht „ein PDF zum Download“, sondern ein strukturierter Datensatz, der über den Produktlebenszyklus gepflegt wird. Du musst daher Produktdaten so organisieren, dass sie intern nutzbar und extern für Handelspartner, Behörden, Service, Recycling und natürlich Kundinnen und Kunden einsehbar sind.

Mitarbeitende sitzt am PC im Büro.

Compliance vs. Mehrwert: Welche Daten bringen Dir mehr Umsatz?

Welche Daten genau gefordert sind, hängt von Deiner Produktgruppe ab. Der Rahmen ist aber klar beschrieben: Der DPP soll u. a. technische Performance, Materialherkunft, Reparaturinfos, Recyclingfähigkeit und Umweltwirkungen abbilden. Obligatorisch sind die Inhalte, die häufig als „Compliance-Daten“ auftauchen und für Transparenz sorgen:

  • Eindeutige Produktkennung (z. B. GTIN) und relevante Codes
  • Hersteller-/Importeur-Informationen
  • Konformitätsunterlagen (Erklärungen, technische Nachweise)
  • Gebrauchs-, Warn- und Sicherheitshinweise
  • Daten zu Reparatur, Wartung, Rückgabe, Demontage, Recycling/Entsorgung
  • Umwelt-/Carbon Footprint bzw. relevante Nachhaltigkeitswerte
  • ggf. Informationen zu besorgniserregenden Stoffen und sichere Entsorgung

Somit beantwortet Compliance die Frage „Was muss ich offenlegen?“. Wenn Du als Online-Händler jedoch mehr Umsatz generieren möchtest, dann solltest Du echten Mehrwert für Deine Kundinnen und Kunden schaffen. Hier trennen sich verpflichtende Produktdaten von einem interaktiven Touchpoint. Es empfiehlt sich also, neben den Compliance-Daten Informationen auszuspielen, die typische Painpoints Deiner Kundschaft aufgreifen, wie z. B.:

  • modellgenaue How-to-Hilfen (kurze Schritte, Bilder/Videos, Troubleshooting)
  • passende Ersatzteile/Zubehör (kompatibilitätsgesichert, direkt kaufbar)
  • Garantie-/Registrierung, Firmware/Updates, Recall-Status
  • Serviceoptionen (Wartung, Installation, Upgrade) inkl. Terminlogik[MS2.1]

Wie kann der DPP zur Umsatzquelle werden?

Der DPP ist ein legitimierter Einstieg zur Kundenaktivierung direkt am Produkt ohne neue App, ohne neue Werbekanäle. Der Hebel für mehr Umsatz ist dann der Content. Dieser lässt sich in drei Arten unterteilen:

  1. Fix: Supportkosten senken, Experience verbessern
    „Fix“ heißt: Kundinnen und Kunden werden durch Hilfestellungen dazu ermutig, ein Problem selbst zu lösen, was zu weniger Tickets und weniger Retouren führt.
  2. Buy: Zubehör & Ersatzteile verkaufen
    „Buy“ zeigt kompatible Teile: Zubehör, Verschleißteile, Ersatzteile. Der Vorteil: weniger Unsicherheit, weniger Fehlkäufe, weniger Retouren.
  3. Book: Serviceumsatz planbar machen
    „Book“ führt direkt in die Terminbuchung für Wartung, Installation und Upgrade. So werden Serviceumsätze planbarer.
Zwei Mitarbeitende sprechen über den DPP.

Wie bildest Du Deine Produktdaten clever ab?

Wenn der DPP ein strukturierter Datensatz sein soll, brauchst Du eine Quelle, die Struktur, Governance und Qualität absichert. Genau dafür bildet ein PIM ein solides Fundament. Mit dem PIM-System von Akeneo schlägst Du die Brücke zwischen Pflichtdaten und erlebbarer Product Experience. Du modellierst Attribute so, dass Du Compliance-Pflichten sauber bedienen kannst und parallel Commerce-Content aussteuerst.

Der pragmatische Weg zum erfolgreichen DPP ist ein Pilot: wenige SKUs und ein klarer Use Case (Fix oder Buy oder Book). So vermeidest Du den häufigsten Fehler „Alles für alle“ in einem Flow und kannst das Pilot-Projekt später problemlos auf weitere Produkte erweitern.

Mit kernpunkt wird der DPP zum Mehrwert Deines Online-Shops

Wenn Du den Digitalen Produktpass im Jahr 2026 nur als Compliance-Projekt aufsetzt, bekommst Du am Ende oft einen Datensatz, der die gesetzliche Pflicht erfüllt, aber im Alltag kaum genutzt wird. Echte Nutzerinteraktion generierst Du erst, wenn Du Deiner Kundschaft durch die Produktdaten einen Mehrwert bietest.

Gemeinsam mit unserem Partner Akeneo unterstützt Dich kernpunkt dabei, Deine Produktdaten so aufzusetzen, dass beides funktioniert und der DPP zur Umsatzquelle wird. Vereinbare noch heute ein kostenloses Erstgespräch.

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Matthias Steinforth

Managing Partner

+49 160 700 38 20matthias.steinforth@kernpunkt.de
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