M.A.C.H. Report 2024: Deutschland hat Aufholbedarf

M.A.C.H. Report 2024: Deutschland hat Aufholbedarf

Wer auf M.A.C.H.-Technologien setzt, hat die Nase vorn – das sind die aktuellen Ergebnisse des jährlichen M.A.C.H. Global Research Reports. In diesem Beitrag werfen wir einen genaueren Blick auf die Studienergebnisse und was sie für deutsche Unternehmen bedeuten.

Wednesday
27
March
 
2024

Die Zahlen des M.A.C.H.-Reports 2024 sprechen eine klare Sprache: M.A.C.H. steht für Microservices, API-first, Cloud-native und Headless und damit für technologische Innovationen und Zukunftssicherheit. Dafür wurden Entscheidungsträger aus Unternehmen in den USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland zu den Chancen und Herausforderungen der aktuellen Technologielandschaft befragt. Laut der Studie sehen drei Viertel der Entscheider für das Jahr 2024 einen stärkeren Innovationsdruck als noch in den vergangenen fünf Jahren. Bei Entscheidern aus Unternehmen, deren Technologie-Ökosystem zu mehr als drei Vierteln auf Legacy-Systemen basiert, sind es sogar 94 Prozent. Die Befragten der Unternehmen sind sich also einig: Es muss sich etwas ändern.

M.A.C.H. als entscheidender Faktor

M.A.C.H.-Technologie kann genau diesen Wandel herbeiführen, denn Unternehmen können mit einer M.A.C.H.-Architektur flexibler auf Marktveränderungen reagieren, schneller und höher skalieren und sich so Wettbewerbsvorteile sichern. Es ist daher nicht verwunderlich, dass das Interesse und die Investitionen in M.A.C.H.-Technologien kontinuierlich steigen. Waren es im Jahr 2023 noch 39 Prozent der Befragten, die M.A.C.H. als entscheidenden Faktor für die Schaffung von Wettbewerbsvorteilen ansahen, sind es in diesem Jahr bereits 49 Prozent. Zudem sind 91 Prozent der IT-Entscheider davon überzeugt, dass M.A.C.H.-Technologien in den nächsten fünf Jahren entscheidend für den Unternehmenserfolg sein werden. Dies zeigt die wachsende Erkenntnis, dass M.A.C.H.-Prinzipien zu einer stärkeren Marktposition führen können.

„Viele unserer Kundenprojekte zeigen, dass die Entscheidungsfindung für neue Technologien und einen radikalen Wechsel der Systemarchitektur für deutschen Unternehmen erfahrungsgemäß länger andauert. In Deutschland sind die Prozesse entsprechend langsamer als in den USA“, sagt Jan Eickmann, Managing Partner von kernpunkt.  

Der Wechsel zu M.A.C.H. lohnt sich: Von allen befragten Unternehmen, die M.A.C.H. bereits implementiert haben, konnten 83 Prozent durch diese Technologieinvestition einen ROI verzeichnen. Eine weitere erfreuliche Entwicklung ist der Rückgang der Barrieren für die M.A.C.H.-Implementierung. Nur noch 18 Prozent der Geschäftsführungen oder Vorstände (2023: 28 Prozent) verhindern den Wechsel auf M.A.C.H.-Technologien. Auch der Anteil interner Widerstände ist auf 26 Prozent (2023: 33 Prozent) gesunken.

Vier Teammitglieder unterhalten sich am Tisch

Deutschland ist Schlusslicht

Trotz der insgesamt positiven Entwicklung auf globaler Ebene hinkt Deutschland noch hinterher. Während in den USA und Großbritannien die Akzeptanzrate für M.A.C.H.-Technologien im Vergleich zu 2023 stieg, ist in Deutschland der Anteil der Unternehmen, die den Anteil von M.A.C.H. in ihrer IT-Infrastruktur in den letzten 12 Monaten erhöht haben, von 84 Prozent im Jahr 2023 auf 79 Prozent im Jahr 2024 gesunken. In den USA, Großbritannien und Frankreich ist zudem ein Trend zur schrittweisen Ablösung von Legacy-Technologien zu beobachten. Lediglich in Deutschland ist dies nicht der Fall.      

So bildet Deutschland bei den Investitionen in die M.A.C.H.-Struktur im internationalen Vergleich das Schlusslicht: Der Anteil des Budgets für den Kauf von M.A.C.H.-Software ist in Deutschland mit nur 37,7 Prozent am geringsten. Großbritannien (41,9 Prozent), die USA (40,86 Prozent) und Frankreich (39,5 Prozent) investieren hier vergleichsweise mehr.

Das Festhalten an Altsystemen ist kosten- und zeitintensiv: Die Umfrage zeigt, dass Unternehmen mit einem hohen Anteil an Legacy-IT (über 75 Prozent) rund 70 Prozent ihres Budgets und ihrer Zeit für Upgrades aufwenden. Unternehmen mit einem geringeren Legacy-Anteil (unter 25 Prozent) müssen dagegen nur 29 Prozent ihres Budgets und 26 Prozent ihrer Zeit für Upgrades investieren. Dies unterstreicht noch einmal die Herausforderungen, denen sich Unternehmen mit einem höheren Legacy-IT-Anteil in ihrer IT-Landschaft gegenübersehen.

Mitarbeiterin unterhält sich mit ihrem Kollegen

Was bedeutet das für deutsche Unternehmen?

Das Fazit der Studie lautet: Wer in M.A.C.H. investiert, hat Wettbewerbsvorteile und langfristig die Nase vorn.

„Wenn deutsche Unternehmen nicht schnell handeln, laufen sie Gefahr, von der internationalen Konkurrenz überholt zu werden. Es ist an der Zeit, dass deutsche Unternehmen den Sprung in die Zukunft wagen und die Vorteile moderner Technologien nutzen, um ihre Wettbewerbsposition zu stärken und ihren Erfolg langfristig zu sichern“, so Jan Eickmann.

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