Sieben E-Commerce Trends für Wachstum in 2026

Sieben E-Commerce Trends 2026

Im Jahr 2026 wird E-Commerce vor allem durch drei Dinge geprägt: KI-gestützte Experiences, modulare Tech-Stacks und ein klarer Fokus auf Profitabilität. Wir gehen auf die wichtigsten Trends ein und erklären Dir, wie Du sie konkret umsetzen kannst.

Thursday
15
January
 
2026

Was tut sich in der Welt des E-Commerce in 2026?

E-Commerce bleibt 2026 in Bewegung, aber nicht, weil „noch ein neuer Kanal“ wie KI-generierte Suchergebnisse auftaucht. Sondern weil sich die Erwartungen von Kundinnen und Kunden weiterhin spezifizieren: Sie wollen schneller finden, was wirklich passt. Sie wollen ohne Reibung bezahlen. Sie wollen ein verlässliches Lieferversprechen. Und sie wollen verstehen, was sie kaufen inklusive Herkunft, Eigenschaften und Nachhaltigkeitsaspekten.

Für Dich als Händler oder Hersteller heißt das: Es reicht nicht, einzelne Features nachzurüsten. 2026 geht es darum, Deinen Tech-Stack, Deine Daten und Deine Prozesse so aufzustellen, dass Du neue Anforderungen schnell umsetzen kannst, ohne dass Kosten und Komplexität explodieren. Wir werfen einen Blick auf die relevantesten Trends, die Dir zu mehr Wachstum Deines Online-Business verhelfen.

Trend 1: KI wird vom Tool zur aktiven Einkaufshilfe

KI ist mittlerweile zu einem festen Bestandteil moderner Commerce-Setups geworden. Der Unterschied liegt dabei weniger in der Frage, ob Du KI nutzt, sondern wie tief sie in Deinen Alltag integriert ist. Viele Unternehmen starten bei der Automatisierung: Produkttexte, Kampagnenvarianten, FAQs oder Support-Antworten lassen sich schneller erstellen und konsistenter ausspielen, sofern die Datenbasis stimmt und Freigaben sauber organisiert sind.

Besonders sichtbar wird KI im Jahr 2026 für Kundinnen und Kunden im Shop bei Suche und Discovery. Die Produktsuche entwickelt sich von Keyword-Matching hin zu Intent-Verständnis. Anstatt „Schraubendreher Set“ wird genau gefragt: „Welches Set eignet sich für Möbelmontage und welche Bits brauche ich dafür?“ Kundinnen und Kunden erwarten dann nicht nur Treffer, sondern wünschen sich Orientierung, sinnvolle Filter, Vergleichsmöglichkeiten und Empfehlungen. Hier kommen Lösungen wie Algolia ins Spiel: Der Fokus liegt nicht nur auf schneller Suche, sondern auf Relevanz, die sich dynamisch anpassen lässt, zum Beispiel anhand von Sortiment, Verhalten, Verfügbarkeit oder Prioritäten wie Marge und Retourenrisiko.

Der nächste Schritt darüber hinaus sind Agents: KI-Systeme, die nicht nur beraten, sondern Aufgaben übernehmen, wie etwa Warenkörbe vorbereiten, passende Alternativen vorschlagen oder im B2B wiederkehrende Bestellungen unterstützen. In diese Richtung zielt auch commercetools Cora: ein konversationeller Ansatz, der Commerce-Funktionen als Services nutzt und damit deutlich macht, wohin sich Shopping-Erlebnisse bewegen.

So setzt Du’s um:

  • Starte mit „AI-ready Basics“: Recherche nach passenden KI-Tools, Einrichtung von robusten APIs zur Integration
  • Danach lohnt sich ein Fokus auf Search/Discovery mit Messgrößen zu Conversion aus Suche, Zero-Result-Rate und höherem AOV
  • Erst dann ist es sinnvoll, Agent-Use-Cases zu erarbeiten, bei denen klar geregelt ist, was automatisiert werden darf und wo ein Mensch freigibt

Trend 2: Modularität schlägt Monolith

Composable Commerce gewinnt weiter an Bedeutung. Der Grundgedanke: Du kombinierst die Bausteine, die Du wirklich brauchst, anstatt Dich an eine Suite zu binden, die vieles kann, aber selten perfekt zu Deinem Geschäftsmodell passt. Technisch steht dahinter das MACH-Prinzip: Microservices, API-first, Cloud-native, Headless. Der Vorteil liegt in der parallelen Arbeit der Teams, denn Komponenten können so ausgetauscht werden, ohne den Rest zu gefährden. Besonders in Zeiten, in denen KI und neue Touchpoints schneller entstehen als klassische Roadmaps, ist diese Flexibilität ein echter Wettbewerbsvorteil.

commercetools nimmt sich dieser Logik an, indem es alle wichtigen Commerce-Funktionen anbietet, aber auch jede Funktion durch andere Microservices über das API-first-Prinzip ersetzen kannst. Du nutzt Produktkatalog, Warenkorb, Checkout oder Promotions dort, wo Du sie brauchst: im Shop, in Apps, in B2B-Portalen oder auch in konversationellen Interfaces. Aber Modularität ist kein Selbstläufer. Je mehr Bausteine Du kombinierst, desto wichtiger wird eine saubere Integrationsarchitektur – inklusive Monitoring, klarer Ownership, guter Dokumentation und verlässlicher Betriebsprozesse.

So setzt Du’s um:

  • Identifiziere Schwachstellen Deines Online-Shops (z. B. Search, Checkout, OMS)
  • Überlege Dir technologische Optimierungspotenziale
  • Plane Integration wie ein Produkt: mit klaren Schnittstellen, Ownership pro Service und einem Betriebsmodell, das Skalierung aushält
Zwei Mitarbeitende hören ihrem Gegenüber freudig zu.

Trend 3: Eine niedrige TCO ist das A und O für Wachstum

Im Jahr 2026 wird Technologie noch stärker durch die Brille der Total Cost of Ownership (TCO) bewertet. Nicht nur „Was kostet die Lizenz?“, sondern „Was kostet uns dieses Setup über Jahre hinweg inklusive Betrieb, Weiterentwicklung, Integrationen, Releases und Abhängigkeiten?“ Ein zentraler Hebel ist die Time to Market. Wer schnell neue Features ausrollen kann, lernt schneller, optimiert schneller und reagiert schneller auf Marktveränderungen. Gleichzeitig sinken Opportunitätskosten, weil Du Chancen nicht verpasst, nur weil Dein System Monate für Anpassungen braucht.

In diesem Kontext empfehlen wir Medusa.js. Die Plattform kann attraktiv sein, wenn Du ein flexibles Headless-Setup möchtest, viel Kontrolle brauchst und bewusst in Entwicklung investierst. Gleichzeitig gilt: Dieses Setup senkt TCO nicht automatisch, denn Du musst Betrieb, Hosting, Updates, Security, Skalierung und Weiterentwicklung sauber planen. Sonst verschiebst Du Kosten lediglich an andere Stellen.

So setzt Du’s um:

  • Rechne TCO realistisch: Entwicklung + Betrieb + Integrationen + Change-Kosten
  • Stelle Dir die Frage: Welches Produkt möchte ich möglichst schnell und ohne großen Aufwand an den Markt bringen? Benötige ich hierfür ggf. Unterstützung?
  • Und entscheide bewusst: Passt die Kostenstruktur zu Team, Reifegrad und Roadmap?

Trend 4: Sage ja zu Multichannel-Präsenz und nein zu inkonsistenter Kommunikation

Mehr Kanäle bedeuten 2026 nicht nur mehr Reichweite, sondern auch mehr Risiko: Je mehr Touchpoints Du bedienst, desto schneller wird Deine Marke inkonsistent, wenn Inhalte, Produktinfos oder Kampagnen nicht sauber organisiert sind. Kundinnen und Kunden merken sofort, wenn im Shop etwas anderes gilt als in Social, wenn Produktdetails variieren oder wenn der Markenauftritt nicht zusammenpasst.

Damit Multichannel skalierbar wird, brauchst Du Content, der kanalneutral gedacht ist: nicht als „Seite“, sondern als Bausteine, die Du an verschiedenen Stellen wiederverwenden kannst. Genau dafür sind Headless CMS wie Contentful und Storyblok gemacht. Du pflegst Inhalte zentral und spielst sie über APIs an Website, App, Kampagnen-Landingpages, digitale Displays oder andere Touchpoints aus. Das beschleunigt Teams, reduziert Medienbrüche und sorgt dafür, dass Markenkommunikation konsistent bleibt, auch wenn Du mehr Kanäle bespielst.

So setzt Du’s um:

  • Baue ein Content-Modell, das „Create Once, Publish Everywhere“ ermöglicht
  • Definiere klare Governance (wer pflegt was, welche Freigaben, welche Source of Truth)
  • Und denke Multichannel als System: Content + Produktdaten + Commerce-Services müssen zusammenspielen

Trend 5: Deine Kundschaft wünscht sich mehr Transparenz beim Kauf von Produkten

Kundinnen und Kunden wollen vor dem Kauf schnell verstehen: Was steckt drin? Passt es wirklich? Woher kommt es? Wie nachhaltig ist es? Und je komplexer Produkte werden – etwa im Sport, in der Technik oder im B2B – desto relevanter wird vollständige, verständliche und konsistente Information. Gleichzeitig ist Transparenz ein direkter Hebel gegen Retouren: Wenn Kundinnen und Kunden das Produkt besser einschätzen können, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass es zurückgeschickt wird.

Damit Transparenz nicht zur Dauerbaustelle wird, brauchst Du eine starke Datenbasis. Ein PIM wie Akeneo hilft Dir, Produktinformationen zentral zu sammeln, zu strukturieren, anzureichern und kanalübergreifend konsistent auszuspielen. Gerade wenn neue Touchpoints wie 2D-Codes, Marktplätze oder KI-gestützte Journeys dazukommen, ist diese Konsistenz entscheidend: Deine Systeme müssen die Wahrheit über das Produkt kennen und überall gleich erzählen.

So setzt Du’s um:

  • Optimiere Produktdaten dort, wo es weh tut: häufige Retourengründe, erklärungsbedürftige Produkte, B2B-Attribute
  • Plane 2D-Code-Journeys so, dass sie Nutzen stiften (nicht nur „mehr Text“)
  • Und etabliere ein PIM als verlässliche Quelle für alle Kanäle
Drei Mitarbeitende schauen in Richtung Präsentation.

Trend 6: Die User Experience wird zunehmend persönlicher

Heutzutage erwarten Kundinnen und Kunden, dass sich der Shop an ihre Situation, ihren Bedarf, ihren Kontext und ihren Kanal anpasst. Besonders sichtbar ist das im B2B, wo Erwartungen aus dem B2C längst angekommen sind: Self-Service, schnelle Suche, intuitive Navigation, reibungsloser Checkout trotz komplexer Anforderungen wie Rollen/Rechte, individuelle Preise, Sortimente pro Kundengruppe, Budgets oder Freigabeprozesse.

Gleichzeitig bleibt die mobile Nutzung von Online-Shops zentral. Viele Journeys starten und enden auf dem Smartphone – auch im B2B. Deshalb müssen nicht nur Layout und Performance stimmen, sondern auch die Logik. Personalisierte UX entsteht also aus dem Zusammenspiel von Daten, Content, Search/Discovery und Commerce-Funktionen.

So setzt Du’s um:

  • Definiere Personalisierung entlang von Nutzen (z. B. Reorder, passende Sortimente, bessere Suche)
  • Miss die UX nicht nur über NPS, sondern auch über harte KPIs (Abbruchraten, Conversion, Zeit bis zum Produktfund)
  • Und priorisiere Mobile als Standard, nicht als „optimierte Variante“

Trend 7: Setze auf eine einfache Bezahlung und kurze Lieferzeiten

Entferne konsequent jegliche Reibung im Checkout und bei der Lieferung. Kundinnen und Kunden wollen schnell und sicher bezahlen, ohne unnötige Schritte. Konzepte wie Zero-Click Payment zahlen genau darauf ein: weniger Interaktion, mehr Komfort. Je stärker Du Prozesse „unsichtbar“ machst, desto wichtiger werden Vertrauen, Sicherheit und transparente Regeln. Komfort darf nicht zulasten der Kontrollierbarkeit gehen, sonst leidet die Akzeptanz.

Parallel bleibt Lieferung ein massiver Wettbewerbsfaktor. Kurze Lieferzeiten, verlässliche Verfügbarkeiten und flexible Optionen wie Express, Abholung oder Same-Day werden in vielen Branchen erwartet. Hier unterstützt ein OMS wie fulfillmenttools. Es hilft, Bestände, Standorte und Routing-Logiken so zu steuern, dass Bestellungen automatisch aus dem optimalen Lager oder Store erfüllt werden. Das kann Lieferzeiten verkürzen, Kosten senken und gleichzeitig das Lieferversprechen verlässlicher machen.

So setzt Du’s um:

  • Analysiere Abbrüche im Checkout (welcher Schritt kostet Dich Conversion?)
  • Optimiere Payment und reduziere Klicks, ohne Sicherheit zu opfern
  • Und baue Fulfillment-Logik so auf, dass Routing automatisiert funktioniert – mit klaren Regeln, transparenter Verfügbarkeit und einem OMS, das Multi-Location wirklich kann

Wir bringen Deinen Online-Shop auf den aktuellen Stand

Lass uns die sieben Trends zusammenfassen: 2026 gewinnen nicht die Shops mit den meisten Features, sondern die mit dem besten Zusammenspiel aus Daten, Architektur und Experience. KI, Personalisierung, Multichannel und schnelle Lieferung funktionieren nur dann zuverlässig, wenn Produktdaten sauber sind, Systeme modular integrierbar bleiben und Deine Prozesse skalieren.

Wenn Du wissen willst, welche dieser Trends für Dein Geschäftsmodell wirklich relevant sind und welche Investitionen Dir am schnellsten messbaren Impact bringen, lass uns gemeinsam Deinen Status quo analysieren. Danach definieren wir eine realistische Zielarchitektur und setzen die passenden Bausteine für Dein E-Commerce-Projekt um. Auf ein gewinnbringendes Jahr 2026!

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Wir sind Deine Experten für E-Commerce-Projekte: Starte Deine Mission mit uns.

Matthias Steinforth

Managing Partner

+49 160 700 38 20matthias.steinforth@kernpunkt.de
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