Shopify-Anbindung per Low-Code

Veröffentlicht von

Simon Bickler

Schwerpunkt:
Best Practice

Die E-Commerce-Plattform Shopify bietet über den eigenen App-Store bereits eine Vielzahl von standardisierten Integrations- und Anbindungsmöglichkeiten an verschiedene Dritt-Systeme. Viele Software-Anbieter – beispielsweise für ERP, CRM oder PIM-Systeme – haben bereits Integrationen in Richtung Shopify auf Basis der entsprechenden APIs entwickelt und als Plug-Ins bereitgestellt. Doch was tun, wenn keine Standard-Integration verfügbar ist?

Natürlich besteht die Möglichkeit, die Schnittstellen zu den Backend-Systemen über eine selbstentwickelte Software anzubinden und eine individuelle Entwicklung in Angriff zu nehmen: Doch sind Entwicklungsleistungen meist teuer und entsprechende Kapazitäten stehen nicht unbedingt zeitnah zur Verfügung.

Möchte man die Anbindung im Rahmen eines Proof-of-Concepts zunächst prüfen, gibt es heutzutage glücklicherweise weitere Optionen mit einem No-Code/Low-Code-Ansatz: Integrationen lassen sich so vor der eigentlichen Umsetzung einfach als Proof-of-Concept abbilden, aber auch skalierbare Lösungen auf Basis entsprechende Middleware-Technologien betreiben.

Von Shopify zum ERP-System und zurück – (fast) ohne Code.

Auf der einen Seite steht Shopify als E-Commerce Plattform, deren benötigten Daten in ein ERP-System auf der anderen Seite übermittelt werden sollen: Will man diesen Prozess nicht Tag für Tag händisch selbst übernehmen, braucht es eine Art Middleware, die zwischen den Systemen eingesetzt werden kann, um die Daten von A nach B zu transferieren.

Anbieter wie Integromat oder Celigo versprechen hier Abhilfe und verstehen sich als Integrationsplattformen mit einem No-Code/Low-Code-Ansatz. Über die Plattformen lassen sich Anwendungen verbinden und Arbeitsabläufe mit wenigen Klicks automatisieren. Daten können zwischen Anwendungen verschoben und über einen visuellen Editor per Drag & Drop (No-Code) verknüpft oder über Regeln transformiert (Low-Code) werden.

Natürlich lassen sich nicht alle Anwendungen in der Praxis so leicht verbinden, wie es im Ersten klingen mag und es braucht phasenweise technische Affinität (Low-Code), um den benötigten Workflow zu automatisieren - einen Großteil der Arbeit wird jedoch dank dieser Tools abgenommen.

Werden benötigten Daten von Shopify aus dem oben genannten Beispiel über eine Integrationsplattform an das Warenwirtschaftssystem übermittelt, lässt sich somit ein großer Schritt aus der skizzierten IT-Architektur des Proof-of-Concepts digital und automatisiert transformieren. Auch lässt sich die andere Richtung abbilden und Daten werden aus dem Warenwirtschaftssystem in Shopify über die Integrationsplattform geschickt - die digitalen Möglichkeiten sind (zumindest fast) grenzenlos und es muss nicht immer eigener Code geschrieben werden.

Die Anbindung eines Backend-Systems an Shopify ist daher heute nicht mehr mit langwierigen Entwicklungsprojekten und hohen Kosten verbunden: Dank standardisierter Schnittstellen, einem Betrieb in der Cloud und Integrationslösungen mit einem No-Code-/Low-Code-Ansatz können Daten wesentlich einfacher ausgetauscht werden.

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